Beste Reisezeit für die Philippinen: November bis Mai

Wann ist die beste Reisezeit für die Philippinen, wie sollte ich meinen Urlaub planen? Wann ist das Wetter für Rundreisen in Nordluzon schön? Wann soll ich mir die Reisterrassen anschauen?

Diese Fragen bekommen wir immer wieder gestellt. Aber sie lassen sich nicht mit einer einzigen Antwort klären.

Wolkenspiele in der Kordillera Wolkenspiele in der Kordillera

Zunächst muss man sich die geographischen Besonderheiten der Philippinen klar machen: Ein sehr verstreut liegender Inselstaat, mit weiter über 7000 Inseln, gelegen zwischen dem 4 und 21 Breitengrad.

Die grossen Hauptinseln sind Luzon, Samar, Leyte, Panay, Palawan und Mindanao. Auf diesen Inseln leben auch die meisten der gut 100 Millionen Filipinos.

Diese Inseln sind teilweise von grösseren Gebirgen durchzogen, welche das Klima ebenfalls stark beeinflussen.
Im Süden, also in Mindanao, ist zumeinst mit einem typischen Äquatorialklima zu rechnen.

Strand in San Juan La Union

Strand in San Juan La Union



Auf Luzon im Norden und in den Visayas in der Mitte dagegen herrscht ein tropisches Klima vor und der Monsunregen spielt hier eine wichtige Rolle. Die Regenzeit liegt normalerweise zwischen Juli und Oktober, verstärkt durch monsunartige Regenfälle aus südwestlicher Richtung.

Die berüchtigten Taifune und die stärksten Niederschläge treten in der Regel von August bis Oktober auf, wobei sich das Monsungebiet dabei langsam in Richtung Süden verschiebt und sich die „nasse“ Jahreszeit dort etwas länger hält, während es im Norden schon wieder langsam trockener wird.

Umstritten ist die Frage, ob die Intensität der Taifune und die Niederschlagsmengen zunehmen. Langfristige Daten bestätigen dies bisher nicht. Und auch in der Regenzeit gibt es sehr trockene Phasen mit viel Sonne. Allerdings sollte man diese Jahreszeiten trotzdem meiden, wenn man eine gewisse Garantie für gutes Wetter erwartet.

Reisterrassen in Bayo

Reisterrassen in Bayo



Dennoch muss man jeden Ort gesondert betrachten. Ein interessantes Beispiel: Die interessante und beliebte Nordwestküste von Luzon (Pinatubo, San Juan La Union, Vigan etc.) gehört von November bis April zu den trockensten Gegenden der Philippinen überhaupt.

An der Ostküste von Nordluzon wiederrum kann es zur gleichen Zeit immer wieder stark regnen. Grund dafür ist, dass der Regen vom Pazifik her kommt und an der Westküste hängenbleibt. Denn in der Mitte von Nordluzon liegt mit der fast 3000 Meter hohen Kordillera ein Gebirge, welches gleichzeitig als Wetterscheide wirkt.

Sonnenuntergang auf den Philippinen

Sonnenuntergang auf den Philippinen



Deshalb kann auch das Wetter in den spektakulären Reisterrassen der Kordillera bei Rundreisen immer wieder unterschiedlich sein: Noch trocken in und um Bontoc und dann nach dem Überfahren der Wetterscheide plötzlich feuchter und deutlich grüner in Banaue und Batad. Unter das Siegel „Weltnaturerbe“ fallen sie natürlich alle.

Insgesamt bleiben die Temperaturen überall auf den Philippinen im Jahresverlauf konstant hoch, allerdings kann es in den Bergen auch sehr kühl werden, sogar Bodenfrost kann ich Ausnahmefällen „im Winter“ vorkommen.

In der trockenen und dann auch sehr heissen Jahreszeit lässt es sich in den Bergen gut aushalten, aber auch die Küsten bieten durch angenehme Seewinde immer etwas Erfrischung, vom Bad im Meer ganz abgesehen.

Fischerboot in Nordluzon

Fischerboot in Nordluzon



Für Nordluzon gilt: Beste Reisezeit ist von November bis März. April und Mai sind auch in Ordnung, aber da kann es schon sehr heiss werden. Für den Rest der Philippinen sollte man seinen Urlaub zwischen Januar und Mai planen, da gegen Jahresende immer noch starke Regenfälle erwartet werden müssen.

Wenn man diese Grundsätze bei der Reiseplanung beachtet, dann steht einem tollen Urlaub und spektakulären Rundreisen auf den Philippinen nichts im Weg!

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