Die Reisterrassen von Banaue auf Nord-Luzon

Eine Auszeichnung kann auch mal zum Fluch werden: Die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärten Reisterrassen von Banaue werden von Gästen oft gerne als „die richtigen“ Reisterrassen bezeichnet.

Denn was prämiert wurde, muss ja auch das Nonplusultra sein. Vor allem, wenn man für den Urlaub auf den Philippinen und die Rundreise durch Nord-Luzon zuvor um die halbe Welt geflogen ist, wir verstehen das.

Zum Weltkulturerbe wurden aber verschiedene Standorte in den Bergen der Kordillera auf Nord-Luzon erklärt, darunter auch die Reisterrassen von Batad und natürlich auch von Hapao. Diese Reisterrassen sind aus Erdwällen gebaut.

Kenner bezeichnen dagegen die aus Steinwällen gebauten Reissterrassen in Bontoc, Bayo und Maligcong oft sogar als noch schöner. Und die wurde nicht ausdrücklich ausgezeichnet. Das Auge des Betrachters entscheidet selbst, das Geheimnis der ‚perfekten‘ Reisterrassen ist trotzdem unergründlich.

Die Jahreszeit und damit die Erntesituation, die Tageszeit, das Licht und das Wetter, alles spielt eine Rolle. Wo gestern noch ein Gast fasziniert war und Fotos am laufenden Band schoss, kann schon am nächsten Tag ein Bild der Langweile entstehen, wenn Nebel die Sicht versperrt.

In Banaue ist die Sicht normalerweise morgens und vormittags am besten. Der Banaue View-Point liegt etwa vier Kilometer von der Ortschaft entfernt an der Strasse Richtung Bontoc. Aber wer Zeit mitbringt, findet auch seinen eigenen Aussichtspunkt. Wir entdecken auf unseren Touren zu den Reisterrassen immer wieder neue Perspektiven, vor allem auch abseits der in Reiseführern und Insidertipps genannten Reiserouten.

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