Hängende Särge von Sagada

Eindrucksvolles Sagada – Das Geheimnis um die hängenden Särge der Igorot auf den Philippinen

Das Kordillera-Gebirge, welches sich beinahe über die gesamte Insel Luzon von Norden nach Süden erstreckt, ist bekannt für die unter Weltkulturerbe stehenden Reisterrassen und damit einer der Besuchermagneten.

Doch auch das kleine Bergdorf Sagada liegt in den Bergen des malerischen Gebirges und einmal dort angekommen, lässt einen der Charme und Zauber des kleinen Örtchens kaum mehr los.

Entlang der Hauptstraße säumen sich einladende Cafés und Restaurants neben Läden, die handgemachte Unikate aus den Bergen verkaufen. Und wer ins Echo Valley hinabsteigt, der wird mit einem einmaligen Abenteuer belohnt. Der Weg führt durch Kaffeeplantagen und die Höhle des Underground River, stets umringt von den markanten und skurrilen Kluften, die das Tal so einzigartig machen.

Echo Valley in Sagada

Erst bei genauerem Hinschauen fallen die hölzernen Kisten auf, die in den tiefen Schluchten des Echo Valleys versteckt sind und fast schon mit der Umgebung verschmelzen. Und nur wer den alten Geschichten der Guides, die die Besucher durch das Tal führen, aufmerksam zuhört, erfährt die Geschichte: Bei den zum Teil über 400 Jahre alten Kunstwerken, die aus einem ganzen Stück Pinienholz geschnitzt wurden, handelt es sich um Särge der Verstorbenen der Igorot.

Die Igorot sind ein Naturvolk, welches durch die abgeschottene Lage in den Bergen vor der spanischen Kolonialmacht verschont wurde und so das traditionsreiche Leben bis heute bewahren konnte.

In dem Glauben, dass die Seele der Toten weiterbesteht, bestatten die Igorot ihre Nächsten nicht unter der Erde in der Kälte und Dunkelheit, sondern hängen die Särge mithilfe aufwändig angebrachter Halterungen an die steilen Felsenwände des Echo Valleys oder verstecken sie unter Felsvorsprüngen in schwindelerregender Höhe. Die Überzeugung, dass die Seelen nicht in den Särgen gefangen sind, sondern hinaus wollen und die Schönheit des Tals und der Landschaft genießen wollen, zeigt die große Verbundenheit zur Natur. Und mit diesem Wissen erklärt sich auch, warum sogar Stühle zu den Särgen an die Wand gehängt werden, um die Aussicht besser genießen zu können.

Wer noch mehr über dieses kleine Volk in seinem Dorf inmitten der Reisfelder erfahren möchte, für den lohnt sich eine Reise mit PhilStep. Denn auch wir lieben das Kordillera-Gebirge und freuen uns jedes Mal auf die Touren nach Sagada in die einzigartige Bergwelt!